Neujahrsempfang des Brandschutzabschnitts Süd

 

Schneeheide, Heidekreis (jf) Richard Meyer begrüßte am Sonntagmorgen letztmalig in seinem Amt als Brandschutzabschnittsleiter neben den Feuerwehrführungskräften weitere zahlreiche Gäste von Verwaltungen, der Polizei und anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zum traditionellen Neujahrsempfang in der Feuerwehrtechnischen Zentrale

Schneeheide. 2019 ist wieder schnell vergangen, 2020 steht aber mit alten und neuen Aufgaben vor uns, so Meyer. Im abgelaufenen Jahr gab es zum Glück trotz der Hitze keine Großschadenlagen, allerdings haben viele Pressen und Mähdrescher gebrannt. Leider kam es wieder auf den Autobahnen zu sehr schweren Unfällen, bei denen die freiwilligen Feuerwehrleute Menschenleben retten mussten. Ein Einsatzleiter muss in Notfällen schnell entscheiden, da hat man keine Zeit lange zu überlegen, es muss reagiert werden, so der Abschnittsleiter. Um sich auf den Ernstfall vorzubereiten, wurden auch wieder Übungen der Kreisfeuerwehrbereitschaften durchgeführt. Kritisch blickte Meyer auf die Zunahme des Papieraufwandes und der Vorschriften, die die Führungskräfte immer weiter fordern und belasten. Auch die Verfügbarkeit der Ehrenamtlichen, besonders am Tage, wird immer schwerer, denn oft arbeiten diese nicht am Ort oder werden vom Arbeitgeber nicht für den Einsatzdienst freigestellt. Er rief dazu auf, dass gerade Mitarbeiter von Verwaltungen und öffentlichen Einrichtungen Zweitmitglied in der dortigen Ortsfeuerwehr werden sollen um die Tagesalarmsicherheit zu gewährleisten. Lobend erwähnte er die funktionierende Kinder- und Jugendarbeit, denn aus ihnen werden die zukünftigen Feuerwehrleute rekrutiert. Ebenfalls positiv sind die Investitionen des Heidekreises in die Feuerwehr zu sehen, beispielsweise wird ein neues Fahrzeug für die Kreisausbildung angeschafft, Anbauten an den FTZ´s durchgeführt etc.. Landrat Manfred Ostermann ging auf die Arbeiten am Dethlinger Teich ein und zeigte sich erfreut über die Unterstützung der Kreisfeuerwehr, beispielsweise wurde eine Übung der Umweltbereitschaft initiiert, um für den sehr unwahrscheinlichen Ernstfall vorbereitet zu sein. Aktuell laufen Diskussionen mit dem Bund und Land, wie es dort weitergehen soll, denn die Altlast ist groß und es wird viel Geld kosten, diese zu beseitigen. Er prognostizierte für die Zukunft umfangreiche Einsätze durch zum Beispiel Unwetter, Überschwemmungen, Stromausfälle, machte aber auch klar, dass die Feuerwehren im Heidekreis gut vorbereitet sind. Besonders dankte er Richard Meyer für die übernommene Verantwortung in den letzten sechs Jahren. „Sie waren und sind ein Gewinn für den Brand- und Katastrophenschutz im Heidekreis“, so der Chef der Kreisverwaltung. Auch der Kreisbrandmeister Thomas Ruß sprach zu den Anwesenden und machte deutlich, dass es schon eine besondere Herausforderung und Kraftanstrengung ist, das Ehrenamt in der Feuerwehr mit Beruf und Familie in Einklang zu bekommen. Er zog seinen Hut vor den Einsatzkräften, die bei schwersten Unfällen Verletzte und Tote aus den deformierten Fahrzeugen befreien. Zum aus der Haut fahren findet er allerdings die Angriffe auf Einsatzkräfte, wie Silvester in Schwarmstedt, wo diese mit Böllern beworfen wurden. Durch die Fusionierung von Bomlitz und Walsrode gibt es seit Neujahr nur noch 12 Gemeindefeuerwehren im Heidekreis. Erstmalig wird die Kreisfeuerwehr zusammen mit den Werkfeuerwehren im kommenden Jahr an der Messe „Work & Life“ teilnehmen, um über den Beruf und das Hobby Feuerwehr zu informieren. Ebenfalls wird in Hannover die „Interschutz“ (https://www.interschutz.de/de/) mit zahlreichen Zusatzveranstaltungen stattfinden. Der aktuelle Stellvertretende Brandschutzabschnittsleiter Süd und designierte Leiter des Abschnitts, Gerold Bergmann, informierte über die Kreisausbildungen, die an der FTZ stattfanden und stattfinden. Die „Schülerfeuerwehr“ an der Felix-Nussbaum-Schule Walsrode wird in den kommenden Monaten auch wieder unterstützt. Mit dem Motto des Landesfeuerwehrverbandes „Mensch - Klima – Feuerwehr“ schloss er die Versammlung.

Foto Thomas Klamet