Walsrode, Heidekreis (jf) „Katze im Baum, Ölspur, umgestürzter Baum, PKW Brand, diese und viele andere Meldungen lesen wir öfter im Jahr auf unseren Funkmeldeempfängern“, so Wagner in seiner Begrüßung. In den Wintermonaten kommt es auch gelegentlich vor, dass die Feuerwehr zu vermeintlich eingefrorenen Tieren, speziell Vögeln wie Enten und Schwänen, an Teiche gerufen werden. So auch Im Winter 2019,

als die Feuerwehr in den Sozialen Medien heftig kritisiert wurden, da der Einsatzleiter nach Abwägung aller Informationen zusammen mit anderen Behörden entschied, nicht einzugreifen. In seinem nachfolgenden Bericht ging der Ortsbrandmeister auf den Mitgliederbestand von 73 Einsatzkräften mit einem Durchschnittsalter von knapp 39 Jahren ein, was eine gesunde Mischung aus jung und erfahren widerspiegelt. Die Jugendfeuerwehr zählte zum Jahresende elf Kräfte, die Kinderfeuerwehr 19 und die Altersabteilung neun. So sind in der Ortsfeuerwehr Walsrode insgesamt 112 Bürger ehrenamtlich aktiv. Für die Einsätze stehen sieben Fahrzeuge zur Verfügung, das neueste Fahrzeug ist der Rüstwagen, die ältesten mit je nahezu einem Vierteljahrhundert das „Arbeitstier“ Löschgruppenfahrzeug LF 16 und die Drehleiter. Die Feuerwehr Walsrode musste 136-mal zu Einsätzen ausrücken (Vorjahr 144), davon waren Entstehungsbrände 37, Kleinbrände 18, Mittelbrände neun, Großbrände sieben, Hilfeleistungen 61 (Unwetter, Personensuche, Öleinsätze, Gefahrgut....) und Alarmübungen vier, die Gesamteinsatzstundenzahl lag bei 2100. Aus dem Einsatztagebuch trug der Stellvertretende Ortsbrandmeister Alfred Suhr einige Beispiele vor. Auch die Feuerwehr Walsrode leidet darunter, gerade am Tage durch die Berufstätigkeit der Ehrenamtlichen bei Einsätzen knapp an Personal zu sein – gerne werden Doppelmitglieder aufgenommen, die woanders wohnen aber in Walsrode arbeiten und so tagsüber vor Ort sind. Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, leisteten die Mitglieder 23 Übungsdienste mit 1900 Stunden ab. Dazu kamen noch viele zusätzliche Stunden der Fachwarte und Spezialgruppen. Doch auch 75 Sonderdienste wurden für das Wohl der Allgemeinheit oder auch der Mitglieder mit rund  6500 Stunden erbracht, beispielsweise Feuerlöschtraining, Feuerwehrangeln, Dienstversammlungen auf Stadt- und Kreisebene, Besuche von Schulklassen und Kindergärten, Kommandositzungen, Zusatzausbildung an der Drehleiter und dem Rüstwagen, Weihnachtsbaumverkauf, Spielenachmittag, Jubiläum in Verden u.s.w.. Wagner summierte die Stunden für das Jahr 2019 auf insgesamt 10.500.
Bei den Berichten der Fachwarte und Führungskräfte informierte Florian Suhr über die Aktivitäten der Wettbewerbsgruppe und der Jugendfeuerwehr (separater Bericht). Siegfried Wiechers gab einen Überblick zur Gefahrgutgruppe, die eine Einheit der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt ist. Ralf Zilz machte wieder deutlich, dass man sich auch weiterhin auf die Alters- und Ehrenabteilung verlassen kann, wann immer möglich helfen die Senioren, auch wenn sie schon zwischen 71 und 90 Jahren alt sind. Jens Führer dozierte über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Feuerwehr, die wichtig ist, um die ehrenamtliche Arbeit bekannt zu machen. Daniela Wagner fasste das Jahr der Kinderfeuerwehr zusammen, in der 19 Kinder alle zwei Wochen ein Treffen im Gerätehaus haben und auch an Aktivitäten wie dem Umweltschutztag teilnahmen. Folgende Ernennungen und Beförderungen wurden ausgesprochen:

Robert Manicke, Alexander Haake und Tim Helberg wurden Feuerwehrmänner.

Eva Bolm, André Leiber und Simon Lühring dürfen sich ab sofort Hauptfeuerwehrfrau bzw. -männer nennen. 

Thomas Zahnow, Harry Böhm sowie Stefan Nieber sind ab sofort Erste Hauptfeuerwehrmänner. Das ist ein besonderer Mannschaftsdienstgrad für sehr verdiente, langjährige Mitglieder.

Für 70 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr wurde Günter Machner mit einem Präsentkorb gedankt, er ist auch Namensgeber für den neuen Rüstwagen. Stephan Wagner hielt eine Laudatio, zu der sich alle erhoben und danach lange applaudierten.

Helma Spöring sprach als Bürgermeisterin ihren großen Dank seitens der Stadt Walsrode, dem Rat sowie der Verwaltung aus. Besonders lobend hob sie hervor, dass alle von Kinderfeuerwehr bis Altersgruppe eine wichtige Aufgabe für die Gemeinschaft wahrnehmen. Nach der Fusion sind im Stadtgebiet über 1000 Bürgerinnen und Bürger in den Einsatzabteilungen aktiv, dazu kommen noch Kinder-bzw. Jugendfeuerwehren, Spielmannszüge und Altersgruppen. Der noch amtierende Brandschutzabschnittsleiter Richard Meyer sprach letztmalig die Grußworte für die Kreisfeuerwehrführung und rief alle dazu auf, im Juni die drei Ortsfeuerwehren aus dem Stadtgebiet Walsrode beim Landesentscheid in Hannover zu unterstützen. Der Stellvertretende Stadtbrandmeister Ralf Köhler machte deutlich, dass die Fusion nahezu geräuschlos in den Feuerwehren Einzug gehalten. In gemütlicher Runde klang der Abend mit den Gästen aus, nachdem Robert Manicke und Pierre Langer für ihre gute Arbeit im vergangenen Jahr ein Geschenk bekamen. Jens Führer konnte aus den Händen der Ortsbrandmeister für die gute Pressearbeit einen Präsentkorb entgegennehmen. Als sehr aktive Doppelmitglieder wurden Meike Becker und Leif Leonhardt gedankt.

Foto vlnr Simon Lühring, Pierre Langer, Tim Helberg, Robert Manicke, Günter Machner, Jens Führer, Eva Bolm, Alexander Haake, André Leiber, Stefan Nieber, Harry Böhm, Alfred Suhr, Thomas Zahnow, Stephan Wagner, Leif Leonhardt, Ralf Köhler.